BC+T Logo
Sie befinden sich hier: Glossar / 
Abklatschprobe
definition:Untersuchung von Schimmel auf Oberflächen mittels Nährmedium

Bei der Abklatschprobe wird ein geeignetes präparierten Nährmedium auf eine Fläche gedrückt, von der vermutet wird, dass Schimmelpilzbefall vorliegt. Diese so gewonnene Probe bzw. das Nährmedium wird zur Bebrütung in unser Labor gebracht.

Absorption
definition:Aufnahme von Gasen, Wärme, gelösten Stoffen

Die Absorption beschreibt die Aufnahme von Gasen, Strahlen, Schall, Wärme oder gelösten Stoffen. Besondere Bedeutung besitzt die Absorption beim Feuchteschutz (neben der Wärmedämmung oder der Raumakustik).

Asbest
definition:Sammelbezeichnung für faserförmige Silikatminerale

Asbest (asbestos etwa: unzerstörbar, unvergänglich, unauslöschlich) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikatminerale, die an vielen Stellen der Erde in der Erdkruste eingebettet sind. Asbest wurde auch „Wunderfaser“ genannt, weil es eine große Festigkeit besitzt, hitze- und säurebeständig ist, hervorragend isoliert und verwoben werden kann. Mit diesen Voraussetzungen konnte sich Asbest in der Schifffahrtsindustrie, Isolationsindustrie der Bauindustrie und der Autoreifenindustrie durchsetzen. Aufgrund der Lungengängigkeit der Fasern ist Asbest seit 1993 in Deutschland verboten. Mittlerweile ist die "Asbestose" eine anerkannte Berufskrankheit.

Bauzustandsanalyse
definition:Bestandsaufnahme an einem Gebäude vor der Instandsetzung

Unter einer Bauzustandsanalyse ist eine Bestandsaufnahme an einem Gebäude zu verstehen, die als Grundlage für die sinnvolle Planung einer wirtschaftlichen Instandsetzungsmaßnahme absolut notwendig ist. Bei der Bauzustandsanalyse aus naturwissenschaftlicher Sicht werden im Wesentlichen eine Feuchtigkeits- und eine Salzbilanz aufgestellt, d.h. es wird die Verteilung der Feuchtigkeit und der Salze im Mauerwerk oder Stahlbeton ermittelt. Außerdem werden objektspezifische Daten über Bauteilaufbau, Nutzung, Lage etc. in die Bewertung eingebracht. Bei fach- und sachgerechter Durchführung und Auswertung der Messwerte kann dann eine objektspezifische Instandsetzungsplanung durchgeführt werden.

Betonüberdeckung
definition:Betonschicht ausgehend von der Oberfläche, die die Stahlarmierung überdeckt

Die Betonschicht über der Stahlarmierung soll dauerhaft sicherstellen, daß die Armierungslage in einem rostschützenden Alkalitätsniveau verbleibt, da sich bei der Hydratation des Betons eine Passivierungsschicht um das Eisen bildet. Aufgrund von Einflüssen aus Witterung, Nutzung und Alter der Konstruktion kommt es in Abhängigkeit von Porösität, Exposition und evtl. Mängeln der Oberfläche zu einer Karbonatisierung des Betons. Je nach vorhandener Betonüberdeckung kommt es dann zu Korrosion an der Bewehrung mit anschließender Absprengung der Betonüberdeckung, wodurch sich die Schädigung noch beschleunigt.

Bohrlochverfahren
definition:Horizontalsperre mit Injektionsmitteln

Beim Bohrlochverfahren - auch Injektionsverfahren genannt - wird die nachträgliche Horizontalsperre durch Einbringen von Injektionsmitteln in eine Bohrlochkette in der Regeln im Abstand von 20 cm eingebracht. Hierbei werden z.B. Alkalisilikatlösungen, organische Harze, Paraffine, Silane und niedermolekulare Siloxane oder Siliconmicroemulsionen verwendet. Diese Verfahren werden mitlerweile größtenteils eingesetzt, da sie wirtschaftliche Vorteile bieten und eine geringe Einwirkung auf den Bestand haben

Due-Diligence
definition:"gebotene Sorgfalt" im Rahmen von Immobilientransaktionen

Due Diligence (DD) bezeichnet die "gebotene Sorgfalt", mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Immobilien das Vertragsobjekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird. Due-Diligence-Prüfungen beinhalten insbesondere eine systematische Stärken-/Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, eine Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung des Objekts. Gezielt wird nach so genannten "Dealbreakern" gesucht, d. h. nach Sachverhalten, die einem Kauf entgegenstehen könnten – z. B. Altlastenbeim Grundstückskauf oder ungeklärte Markenrechte beim Unternehmenskauf. Erkannte Risiken können entweder Auslöser für einen Abbruch der Verhandlungen oder Grundlage einer vertraglichen Berücksichtigung in Form von Preisabschlägen oder Garantien sein.

Durchfeuchtungsgrad
definition:Verhältnis von Feuchtigkeitsgehalt zu max. Wasseraufnahme eines Baustoffes in Prozent

Der Durchfeuchtungsgrad (DFG) gibt das Verhältnis von gemessenem Feuchtegehalt einer Baustoffprobe zu der maximalen Wasseraufnahme der Baustoffprobe an. Der Durchfeuchtungsgrad wird in % angegeben und sagt aus, zu wieviel Prozent die mit Wasser füllbaren Poren eines Baustoffes bereits im Bauwerk gefüllt waren. Dies ist wichtig u.a. zur Auswahl der am besten geeigneten Technik der Horizontalsperre. Zur Abgrenzung der unterschiedlichen Feuchtequellen, die zur vorhandenen Druchfeuchtung geführt haben, ist eine kpl. Bauzustandsanalyse zu empfehlen, deren Bestandteil die Bestimmung des DFG in der Regel ist.

Elektroosmose
definition:Gerichtete Transportvorgänge von Wasser und Salz zur Sanierung von Mauerwerk

Anwendungen der Elektroosmose werden unterschieden in sogenannte Elektrolyseverfahren, sowie in die passive und aktive Elektroosmose. Bei der aktiven Elektroosmose wird von außen eine Spannung eingespeist, die in der Regel zwischen 6 und 20 Volt liegt. Das theoretische Prinzip der Elektroosmose wurde unter Laborbedingungen mehrfach nachgewiesen. Unter objektbezogenen und praktischen Bedingungen sind eine Reihe von Fehlsanierungen bekannt geworden, die auf die Nichtfunktionalität dieser Verfahren zurück zu führen waren. Bauwerkskonstruktionen, bauschädigende Salze, unregelmäßige Feuchteprofile, metallische Bestandteile und/oder -installationen führten zu einer negativen Beeinflussung des Stromflusses. Des Weiteren konnte der Einfluss flankierender Maßnahmen auf das Wirkprinzip oft nicht eindeutig bewiesen oder widerlegt werden.

Entfeuchtungsputz
definition:Vorgeblich entfeuchtende Putzsysteme

Entfeuchtungsputze werden seit einigen Jahren mit der Aussage angeboten, ein kapillar und hygroskopisch durchfeuchtetes Mauerwerk entfeuchten zu können. Dies ist aufgrund bauphysikalisch bedingter Vorgänge unmöglich. Der Feuchtetransport innerhalb eines Mauerwerks sowie die kapillare Leitfähigkeit kann natürlich durch die ausschließliche Verwendung von porenreichen Putzen nicht unterbunden werden. Der Begriff des Entfeuchtungsputzes ist deshalb irreführend und beschreibt ein Putzsystem zur Mauerwerkstrockenlegung. Dies kann nicht erreicht werden, da die Ursache der Kapillardurchfeuchtung nicht beseitigt wird. Der Vollständigkeit wegen soll erwähnt werden, dass Entfeuchtungsputze damit nicht den Anforderungen des WTA-Merkblattes gerecht werden.

Formaldehyd
definition:Ausgasende Bestandteile von z.B. Holzwerkstoffen

Formaldehyd (ausgesprochen Form-Aldehyd) ist der Trivialname für Methanal und gehört zu den chemischen Verbindungen der Aldehyde. Bestimmte formaldehydhaltige Materialien (unter anderen Holzwerkstoffe, Bodenbeläge, Möbel und Textilien) können durch Ausgasung eine Kontamination der Atemluft in geschlossenen Räumen bewirken.

Horizontalsperre
definition:Querschnittssperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Eine Horizontalsperre im Querschnitt von Wänden sollen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit im Baustoff unterbinden. Bekannt sind Horizontalsperre ca. seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Häufig müssen im Rahmen von Instandsetzungen nachträgliche Horizontalsperren eingebracht werden, um festgestellte kapillar aufsteigende Feuchtigkeit zu beseitigen. Man unterscheidet hierbei zwischen mechanischen, elektroosmotischen, elektro-physikalischen und chemischen Verfahren (Injektionsverfahren). In der Vergangenheit hat sich gezeigt, daß vorwiegend mit den Injektionsverfahren und mit den mechanischen Verfahren zuverlässige Ergebnisse zu erzielen sind. Zu einer Horizontalsperre gehören jedoch immer flankierende Maßnahmen wie z.B. Flächenabdichtungen und/oder Sanierputz

Hygroskopizität
definition:Fähigkeit aus der Umgebungsluft Feuchtigkeit aufnehmen und binden zu können

Als hygroskopisch werden poröse Baustoffe und Salze bezeichnet, die Wasser aus der Umgebung aufnehmen und binden (absorbieren) können. Hauptsächlich spielt Hygroskopizität aber eine Rolle bei salzbelasteten Baustoffen oder mit Salz angereicherten Bauteilen. Im Sockelbereich wird durch Hygroskopizität oftmals kapillar aufsteigende Feuchtigkeit simuliert. Deshalb ist es wichtig, bei Durchfeuchtungen im Sockelbereich neben dem Feuchtegehalt auch die Salzbelastung zu bestimmen.

Innenabdichtung
definition:Abdichtung erdberührter Bauteile von innen

Eine Innenabdichtung dient der Abdichtung erdberührter Bauteile von innen, also auf der dem Erdreich abgewandten Seite (daher auch Negativabdichtung). Die Innenabdichtungen werden in de Regel mit Zementschlämmen ausgeführt, die einen vollflächigen Verbund zum Baustoff eingehen. Da die Haftzugfestigkeit der Zementschlämmen größer sein muß als der Wasserdruck bzw. Wasserdampfdruck gegen die Abdichtung handelt es sich in der Regel um Abdichtungssysteme mit passenden Verfestigungen/Grundierungen. Falls Salze im Untergrund vorhanden sind bzw. um eine feuchteregulierende Oberfläche zu erhalten werden zusätzlich Sanierputzsysteme aufgebracht.

Inspektion
definition:Prüfende Tätigkeit des ordnungsgemäßen Zustandes eines Bauteils

Eine Inspektion bezeichnet im Allgemeinen eine prüfende Tätigkeit im Sinne einer Kontrolle durch einen Inspektor. Die Inspektion dient dabei der Feststellung des ordnungsgemäßen Zustandes eines Gegenstandes, eines Sachverhaltes oder einer Einrichtung. Die Inspektion ist laut DIN 31051 Bestandteil der Instandhaltung.

Instandhaltung
definition:regelmäßige und kontinuierliche Arbeiten, die dem Erhalt des Gebäudes dienen

Die Instandhaltung von technischen Systemen, Bauelementen, Geräten und Betriebsmittel soll sicherstellen, dass der funktionsfähige Zustand erhalten bleibt oder bei Ausfall wieder hergestellt wird. Die DIN 31051 strukturiert die Instandhaltung in die vier Grundmaßnahmen

  • Wartung
  • Inspektion
  • Instandsetzung
  • Verbesserung
Instandhaltung kann zur Vorbeugung von Systemausfällen betrieben werden. Weitere Ziele können sein:
  • Erhöhung und optimale Nutzung der Lebensdauer von Anlagen und Geräten
  • Verbesserung der Betriebssicherheit
  • Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
  • Optimierung von Betriebsabläufen
  • Reduzierung von Störungen
  • Vorausschauende Planung von Kosten

Instandsetzung
definition:Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit

Unter Reparatur bzw. Instandsetzung wird der Vorgang verstanden, bei dem ein defektes Objekt in den ursprünglichen, funktionsfähigen Zustand zurückversetzt wird. Nach DIN 31051 ist sie Bestandteil der Instandhaltung.

Kapillare Wasseraufnahme
definition:Freiwillige Wasseraufnahme eines porösen Materials in Abh. der Porengröße

Poröse vorwiegend mineralische Baustoffe weisen feine Kapillaren und Poren mit einem Radius zwischen 10-7 und 10-4m auf. Sie sind für die kapillare Wasseraufnahme geeignet und in der Lage, Wasser und andere Flüssigkeiten im Baustoff entsprechend der Kapillarität zu transportieren. Es ist bekannt, dass Wasser in engen Kapillaren hochgezogen wird (als Vergleich wird der Flüssigkeitstransport in Bäumen oder die Wirkung des Löschpapiers genannt). Durch die feinen Kapillaren z.B. des Mauerwerkes wird also das Wasser aus dem angrenzenden Boden wie von einem trockenen Schwamm angesaugt. Die Höhe, bis zu der das Wasser aufsteigen kann, hängt vom Porenradius ab.

Kapillarkondensation
definition:Niederschlag aus der Luftfeuchtigkeit an den Wandungen der Poren eines Baustoffes

An den Wandoberflächen tritt erst beim Unterschreiten der von der relativen Luftfeuchtigkeit abhängigen Taupunkttemperatur die Tauwasserbildung auf. Dabei kann sich in den Kapillaren schon bei niedrigeren Werten der Luftfeuchte Tauwasser einstellen. Diese Tauwasserbildung innerhalb des Kapillarsystems wird auch als Kapillarkondensation bezeichnet und durch den Porenradius der Baustoffe beeinflusst.

Karbonatisierung
definition:Umwandlung von Kalkhydrat in Calciumcarbonat im Beton

Bei der Zementerhärtung entsteht Kalkhydrat, das dem Zement oder Beton ein alkalisches Medium verleiht. Durch die Zufuhr von Kohlendioxid aus der Luft (Luftkohlensäure) wird dieses Kalkhydrat unter Abspaltung von Wasser in Calciumkarbonat umgewandelt. Mit zunehmender Karbonatisierung nimmt die Alkalität des Betons ab und die vor Korrosion an der Stahlbewehrung schützenden Bedingungen sind nicht mehr gegeben.

Karbonatisierungstiefe
definition:Von der Oberfläche ausgehende Schichtdicke des bereits karbonatisierten Betons

Die Karbonatisierungstiefe – auch Karbonatisierungsfront genannt – gibt die von der Betonoberfläche ausgehende Schichtdicke des bereits karbonatisierten Betons an. In diesem Bereich ist der ursprüngliche Grad der Alkalität des Betons von pH = 12,5 – 13,0 bereits soweit abgesunken, dass durch den umgeben-den Beton kein ausreichender Korrosionsschutz der hier vorhandenen Beweh-rung gegeben ist. Wird der Grenzwert von pH – 9,5 unterschritten, liegt kein ausreichender Korrosionsschutz mehr vor.

Kontaktprobe
definition:Bestimmung von Schimmelpilzarten auf Oberflächen

Für die Probe unter Zuhilfenahme eines Klebefilms werden die Schimmelpilze vom Material direkt auf eine durchsichtige Klebefolie überführt. Der Nachweis der Schimmelpilze erfolgt dann mikroskopisch im Labor. Eventuell kann durch Nachweis von Myzel das Wachstum auf dem Material bestätigt werden.

Lebenszyklus
definition:Betrachtung der gesamten Dauer eines Gebäudes von Planung bis Rückbau

Im Bereich life cycle management für ein Bauwerk wird versucht, neben den reinen Gestellungskosten auch alle anderen Kosten, die während der Nutzungsphase anfallen, zu erfassen und nach Möglichkeit zu optimieren.
Für Bauwerke bedeutet dies, dass alle der folgenden Kosten berücksichtigt werden:

  • Planungskosten
  • Baukosten
  • Betreibungskosten (z.B. Energiekosten)
  • Instandhaltungs- und Wartungskosten
  • Kosten aus späteren Nutzungsänderungen
  • Entsorgungs- (Abriss-) kosten

Materialprobe (Schimmel)
definition:Bestimmung von Schimmelpilzbefall auf Trägermaterial

Beim Nachweis der Schimmelpilze auf befallenem Material steht eine Differenzierung der Schimmelpilzart zur Bewertung der gesundheitlichen Gefährdung sowie des Umfangs und der Dringlichkeit der Sanierung im Vordergrund. Die entnommene Materialprobe wird im Labor zerkleinert und mit einem Verdünnungsverfahren untersucht. Um eine annähernde Vergleichbarkeit von untersuchten Materialproben anzustreben, ist die Untersuchung einer abgewogenen Menge empfehlenswert. Bei der Materialuntersuchung ist neben der Konzentrationsbestimmung die Differenzierung der vorhandenen Arten von Schimmelpilzen wichtig für eine fundierte Aussage.

MVOC
acronym of:microbial volatile organic compounds

Der Begriff MVOC wurde in Anlehnung an die allgemein bekannten VOC gebildet, die als Bestandteile der Luft den Fachleuten gut bekannt sind. Die Messmethode der MVOC erfolgt im wesentlichen auf die gleiche Weise wie die Messung der VOC. Mikroorganismen geben nicht nur Sporen sondern auch flüchtige Gase in die Raumluft ab. Diese gasförmigen Stoffe entstehen beim Wachstum von Pilzen und Bakterien und sind in machen Fällen sogar geruchlich wahrnehmbar. Diese Geruchsentwicklung entsteht dadurch, dass von verschiedenen Mikroorganismen eine stark riechende Verbindung produziert wird, das so genannte Geosmin. Diese Verbindung wird insbesondere von den Vertretern der Pilzgattung Chaetomium produziert. Diese Geruchsverbindung Geosmin ist eine häufig verantwortlich für den "muffigen" Geruch in Gebäuden.

Partikelsammlung
definition:Sammlung und Auswertung von Partikel der Raumluft

Bei dieser Art von Raumluftmessung werden die partikulären Bestandteile eines definierten Luftvolumens über einen Partikelsammler angesaugt und auf einem Objektträger mit einer speziellen Beschichtung abgeschieden (Schlitzdüsenimpaktion). Diese Luftpartikel enthalten neben lebenden Sporen auch abgestorbene Schimmelpilzsporen. Diese dadurch gewonnenen Proben werden mit einer Lösung angefärbt und können im Labor mikroskopisch ausgewertet werden.

PCB
acronym of:Polychlorierte Biphenyle

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebsauslösende chemische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermittel und Kunststoffen verwendet wurden. PCB zählen inzwischen zu den zwölf als "dreckiges Dutzend" bekannten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

Salpeter
definition:Umgangssprachliche Bezeichnung von Salzen an Bauwerken

Mit (Mauer)salpeter werden umgangssprachlich Salzausblühungen und Salzschäden an Bauwerken und Bauteilen bezeichnet. Hierbei handelt es sich allerdings nur um die technischen Salze der Salpetersäure (z.B. Ammonsalpeter, Ammoniumnitrat oder Kalisalpeter, Kaliumnitrat). Früher wurden Salpeterausblühungen an Bauwerken, vorwiegend in Stallungen, von sogenannten Saliterern oder Salpetersiederern abgekratzt und für die Produktion von Schwarzpulver aufbereitet.

Salz
definition:Reaktionsprodukt von Laugen und Säuren

Salze sind die Reaktionsprodukte, wenn Laugen oder Basen mit Säuren unter Bildung von Wasser und dem entsprechenden Salz reagieren. Diese Reaktion der Salzbildung wird auch als Neutralisation bezeichnet, da Salze die Neutralisationsprodukte der Alkalität des Untergrundes (Mauerwerk, Mörtel) und dem sauren Medium unserer Umwelt darstellen. An Bauwerken sind bestimmte Salze von Bedeutung, da sie auf mechanischem und chemischen Wege tragende Baustoffe schädigen können. Ferner sind einige Salze sehr hygroskopisch, d.h. sie können zu einer überhöhten Feuchtigkeit auf der Wandoberfläche führen und die Nutzung einschränken.

Salzbilanz
definition:Ermittlung der Salzkonzentration und -verteilung in Baustoffen

Für die Sanierung und das Erstellen eines Sanierungskonzeptes sind neben der Feuchtebilanz auch Kenntnisse über den Versalzungsgrad bzw. Salzbilanz notwendig. Durch die Kenntnis über Salzart und -konzentration kann u.a. Einfluss genommen werden auf das vorgeschlagene Sanierputzsystem. Je nach Konzentration der vorhandenen Salze wird ein ein- oder mehrschichtiges Sanierputzsystem aufgetragen, um die Schichtdicke auf die Salzbelastung abzustimmen.

Sanierputz
Spezialputz für den Verputz salzbelasteter und feuchter Untergründe

Sanierputze werden zur Sanierung von feuchte- und salzgeschädigten Bauwerken und/oder als flankierende Maßnahme bei der Mauerwerkstrockenlegung eingesetzt. Die Klassifizierung erfolgt durch das WTA-Merkblatt 2-2-91 »Sanierputzsysteme«. Bei Sanierputzen muss unterschieden werden in (allgemeine) Sanierputze und Sanierputze nach WTA-Richtlinien. Bei erstgenannten Putztypen werden sanierputzähnliche Eigenschaften nachgestellt und/oder auf der Baustelle Luftporenbildner und dgl. zugegeben. Diese Putze werden nur noch selten verarbeitet und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Sanierputze nach WTA-Richtlinien sind porenhydrophobe Werktrockenmörtel mit einer erhöhten Wasserdampfdiffusion bei gleichzeitig reduzierter kapillarer Leitfähigkeit. Durch eine spezielle Porengeometrie und -verteilung wird das Wasseraufnahme- und Wasserabgabeverhalten geregelt und eine Auskristallisation der einwandernden Salze in das Putzgefüge verlagert.  Ein Sanierputz kann nur sehr selten als alleinige Sanierung gelten, da der Putz bei fehlender Abdichtung immer weiter Salze einspeichert, bis der Porenraum gesättigt ist und es erneut zu Schäden kommt. Sogenannte Entfeuchtungsputze sind in der Regel reine Opferputzsysteme mit geringer Dauerhaftigkeit.

Schimmelbefall
Befall von Oberflächen mit Schimmelpilzarten

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze. Diese sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt und normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings eine Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen. Schimmelpilze sind Mikroorganismen des täglichen Lebens. Ihre Sporen finden sich überall in der Außenluft. Als Schadorganismen, die giftige Stoffwechselprodukte (Mykotoxine) freisetzen können, treten sie vor allem durch Befall von Lebensmitteln und organischen Materialien im Wohnbereich auf

Sedimentationsproben
definition:Luftkeimsammlung von Schimmelpilzsporen

Unter dem Sedimentationsverfahren (Open-Petri-Dish Verfahren, OPD) versteht man eine Luftkeimsammlung mit Hilfe einer geöffneten Petrischale (Platten). Schimmelpilzsporen und -Schimmelpilzbestandteile setzen sich aus der Luft auf die mit Nährmedien befüllten Platten ab. In der Regel wird zum Zwecke der Sedimentationsprobe der zu untersuchende Raum für ca. 12 Stunden geschlossen gehalten. Danach kann die Probenahme erfolgen.

Staubprobe
definition:Untersuchung des Hausstaubes auf Schimmelpilzbestandteile

Der Hausstaub kann auf Schimmelsporen oder Schimmelbestandteile untersucht werden. Im Labor erfolgt eine immunchemische und damit hochempfindliche und -selektive Auswertung des Hausstaubes auf Schimmelpilze. Als Ergebnis erhält man die Anzahl der koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Gramm Staub.

Tauwasser
definition:Niederschlag von Feuchtigkeit aus der Luft auf Oberflächen in Abh. der Temperatur

Tauwasser fällt an, wenn die Temperatur an einer entsprechenden Stelle des Bauwerks unter den Taupunkt der umgebenden Luft sinkt. Oberflächentauwasser liegt dann vor, wenn dieses Tauwasser auf den Bauteil- oder Baustoffoberflächen anfällt. In normalen Wohn-, Geschäfts- und Aufenthaltsräumen darf es nicht auftreten. Dem gegenüber tritt Oberflächentauwasser kurzfristig in Bädern oder Duschen sowie an den Fensterscheiben im Schlafzimmer auf. Tauwasser wird umgangssprachlich auch als Kondenswasser bezeichnet.

Tiefenprofil
definition:Ermittlung von Feuchte- und Salzverteilung in versch. Tiefen eines Bauteils

Ein Tiefenprofil wird bei Probenentnahmen am Bauwerk vor Ort angelegt, um eine Feuchte- und Salzbilanz auch in verschiedenen Tiefen des Baustoffes zu ermöglichen. Sehr große Bedeutung kommt dem Tiefenprofil bei Stahlbeton-Untersuchungen zu , da ermittelt werden muss, ob die Chloridbelastung bereits das Armierungsniveau erreicht hat.

VOC
acronym of:Flüchtige organische Verbindungen

Flüchtige organische Verbindungen (Abk.: VOC bzw. VOCs nach volatile organic compound[s]) ist die Sammelbezeichnung für organische, also Kohlenstoff-haltige Stoffe, die leicht verdampfen (flüchtig sind) bzw. schon als Gas bei niedrigen Temperaturen (z.B. Raumtemperatur) vorliegen Neben den VOCs in der Atmosphäre finden sich flüchtige organische Stoffe auch in der Innenraumluft. Quellen für diese VOC sind u.a. Baustoffe, Möbel und Teppiche, Reinigungsmittel, sowie der Konsum von Tabakprodukten und Paraffin aus Kerzenwachs.

Wartung
definition:Maßnahmen zur Verzögerung der Abnutzung eines Bauteils

Als Wartung werden gemäß DIN 31051 (Stand 2003) Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrates der Betrachtungseinheit verstanden. Die Wartung wird im Allgemeinen in regelmäßigen Abständen und häufig von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt. So kann eine möglichst lange Lebensdauer und ein geringer Verschleiß der gewarteten Objekte gewährleistet werden. Fachgerechte Wartung ist oft auch Bestandteil der Gewährleistung.


Service Hotline
BC+T Hotline 089 / 9612500
Newsletter
Abonnieren Sie kostenlos aktuelle Tipps, Trends und Termine aus erster Hand. Sie können den Newsletter jederzeit bequem abbestellen.

Suche
Durchsuchen Sie unsere Webseiten mit unserer komfortablen Suchfunktion:



 
© 2006 BC+T Gebäudeanalyse GmbH • Carl-Zeiss-Ring 11 • D-85737 Ismaning